Iaido
Entstanden ist Iaido aus den kriegstauglichen Techniken (iai - jutsu) der alten Fechtschulen wurde in der friedlichen "Edo-Zeit" (1600 - 1865) vor allen Dingen durch den Einfluß des Zen-Buddhismus zu einer unblutigen und dennoch kämpferischen Methode der Charakterschulung entwickelt.
Im Gegensatz zum Kendo, das zeitgleich entstand und bei dem zwei Gegner in Bambusrüstung und Fechtmaske mit einer aus Bambusspleißen speziell konstruierten Schwertimitation um den Sieg fechten, kämpfen Iaidoka in leichter Kleidung mit einer zunächst nichtscharfen Klinge gegen einen oder mehrere imaginäre - vorgestellte - Gegner.
Bis vor vierzehn Jahren gab es kaum eigenständige Iaidogruppen. Die Iaidoka waren in der Regel Kendoka, denen erst nach langjähriger Kendopraxis gestattet wurde, Iaido zu üben. Außerdem gab es traditionell für Iaidoka eine Altersbegrenzung nach unten. Mit Recht, denn Iaido verlangt Selbstdisziplin - die aufzubringen in der Regel nur Erwachsene in der Lage sind. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber bis heute entscheidet der Sensei, ob jemand als Iaidoka angenommen wird. Und gerade deswegen genießt Iaido - und nicht nur in Japan - unter den Kampfkünsten immer noch den Ruf einer Königsdisziplin.
Iaido ist für Frauen wie für Männer gleichermaßen gut geeignet. Und da es sich bei Iaido um eine Kampfkunst handelt, die kaum körperliche Fitness voraussetzt - diese vielmehr langsam aufbaut, ist sie durchaus für ältere Menschen interessant. Wohl deshalb finden sich unter den japanischen Iaidoka eine große Anzahl, die ihr Studium des Iai-Do erst im Rentenalter begonnen haben.