EINE REISE ZUM HAKUSHINKAN

Warum Iai do üben ?

VOM HAKUSHINKAN ZUM HAKUSHINKAI

Welchen Grund könnte es geben, noch im 21. Jahrhundert eine alte Kampfkunst aus Japan zu üben?

In der heutigen Zeit sind wir getrieben von Konsum, Macht und vor allem Geld. Wir hoffen, durch die vorgenannten Punkte Zufriedenheit und Glück zu erlangen. Aber weit gefehlt!

Kein gutes Geschäft, keine fertig gestellte Arbeit, kein langer Urlaub kann uns auf Dauer zufrieden machen, oder ausgeglichen. Grund dafür ist, dass wir durch solche Aktivitäten weder unsere Ausgeglichenheit und Geistesstärke, noch unseren Körper in die Lage versetzen, einen harmonischen Ausgleich zwischen Geist und Körper herzustellen.

Zunächst wollen wir uns eine Basis schaffen, die auf bipolarer Ebene zu sehen ist; das meint, Körper und Bewegung. Hier setzt schon das alte Wissen ein, dass die über Jahrhunderte erprobten Bewegungsabläufe, zu einer für die Ausbildung geeigneten und nachvollziehbaren Kontrolle und Korrektur geeignet sind. Mit diesen Bewegungen wird der Körper zentriert. Während dieses schwierigen Ablaufes werden Körperhaltung und Bewegung in Harmonie gebracht (Körperhaltung mit Bewegungsgeschwindigkeit, mit Sammlung, mit Ausdruck, mit Kraft und Genauigkeit der vorgegebenen Handlung). Auf dem Weg dieser eben genannten Harmonisierung werden Energien freigesetzt, die es ermöglichen, aus dem Alltagszustand in eine innere Sammlung umzuschalten und an jedem Ort, zu jeder Zeit, zur Verfügung zu stehen.

Erst jetzt können wir die Früchte unserer Arbeit ernten und etwas von der Kampfkunst begreifen, bzw. sie benutzen.

Damit nicht genug. Der nächste Schritt ist es, die dritte Ebene mit einzubauen, also Körper, Geist und Technik so zu vereinen, dass sie in Harmonie sind. Das geschieht durch das Üben von Techniken, die, von der Basis abgehoben, einen weiteren Schwierigkeitsgrad darstellen.

Karl - Heinz Lübcke